Herzlich willkommen!
Spanien 2004
Portugal 2006
Andalusien 2001
Meine Räder
Meine Radel - Historie
Aktuelles - neu!
Gästebuch
Kontakt
Forum
Linkliste

So, mittlerweile ist auch der Text für diese Seite geschrieben. Lediglich die Vereinheitlichung des Schriftbildes macht noch etwas Schwierigkeiten, aber das werde ich schon noch hinbekommen. Möglicherweise kommt noch das ein oder andere Foto hinzu, aber lest schon einmal selbst, wie es mir auf dieser Radreise ergangen ist...

Übersichtskarte Santander - Porto 2006 (840 km)

Bericht:

Im Sommer 2006 ergab es sich, dass ich mit meinem Vater fast 20 Jahre nach unserer letzten gemeinsamen Radreise einmal wieder zusammen auf Tour gegangen bin. Kurzfristig hatte ich vor Beginn der Fußball-WM zwei Billigflüge auf die Iberische Halbinsel ergattern können, und zwar nach Santander (hin) und Porto (zurück). Über die genaue Route hatte ich mir zuvor noch keine genaueren Gedanken gemacht, es reizte mich aber die Idee, auch einmal ein wenig nach Portugal hineinzufahren, wo ich bis dato noch nicht gewesen war, obwohl ich schon so viele Reisen in das Nachbarland Spanien gemacht hatte. Außerdem war ich gespannt, wie eine solche Reise unter hochsommerlichen Bedingungen in Begleitung meines Vaters (68 Jahre) sich gestalten würde, doch eigentlich war ich augrund von dessen eigener reicher Erfahrung mit Radreisen sehr optimistisch. Bei gegenseitiger Rücksichtnahme würde dies sicherlich gut klappen.

 

 

25.6.2006: Flug von Hahn (Hunsück) nach Santander

Die Räder hatten wir auf Walters neuem Trägersystem für die Anhängerkupplung mitgenommen. Wir konnten nach dem üblichen Prozedere (Pedalen ab, Lenker quer, Luft etwas aus den Reifen lassen) die Räder direkt Flughafenmitarbeitern zur Abfertigung übergeben. Nach der Ankunft versuche ich uns von meinem PDA-Navigationsgerät zum Hotel lotsen zu lassen, doch offenbar ist der Radfahr-Modus der Software noch nicht ganz ausgereift. So irren wir trotz mehrfachen Nachfragens recht orientierungslos durch Industrievororte von Santander. Schließlich finden wir nach 19 km aber doch unser Hotel, das Novo Hotel Express in Santander an der Avenida de Parayas 50 in der Nähe des Hafens, das ich über HRS für 52 € gebucht hatte. Dafür, dass es sich um ein fast neues, hochmodernes und schön eingerichtetes Hotel handelt, sicherlich kein schlechter Preis. Morgen soll es erst einmal von Meereshöhe durch die Kantabrische Kordillere nach Reinosa gehen. Nach der anstengenden und langen Anreise mit Autofahrt, Flug und Hotelsuche wollen wir diese erste Etappe ausgeruht angehen und gehen nach dem Abendessen recht zeitig schlafen.

 

 

Zwischen Santander und Torrelavega

 

26.6.2006: Santander - Reinosa (82 km) (v-max 58,9 km/h, AVG 13,6 km/h, Fahrtzeit 8:59 h)
Heute legen wir gleich auf der ersten Etappe einen heftigen Anstieg von Meereshöhe bis auf 850 m (Reinosa) zurück. Meist geht es, mit kleineren Abzweigungen von der Hauptstrecke, über die im weiteren Verlauf immer stärker befahrene N-611, da Alternativrouten weitverzweigt durch die rechts und links vor uns liegende Berge führen und erhebliche Umwege bedeuten würden.

 

 

Auf dem Weg in die Kantabrische Kordillere Richtung Reinosa

 

Im Laufe des Tages rauschen dauernd schwere LKWs in dichtem Abstand an uns vorbei, dass einem Angst und Bange werden kann. Als wir dann auch noch einen schmalen Tunnel durchqueren müssen, der noch weniger Sicherheitsabstand ermöglicht, entschließe ich mich zum ersten Mal auf einer Radreise, die Strecke wegen der permanenten Gefahr durch die LKWs zu verlassen: nach kurzer Erkundigung bei in der Nähe der Straße angetroffenen Bewohnern eines Hauses folgen wir deren Empfehlung und schieben einen Weideweg die Berge hoch, da dieser uns abseits der Straße diesen gefährlichen Abschnitt vermeiden lassen soll, um später hoffentlich vor Reinosa wieder zurück auf die Straße zu führen. So schieben wir stundenlang unsere Räder bergan durch einsame Landschaft - kein Mensch ist zu sehen, auch die Straße ist nicht mehr zu sehen, lediglich die Geräusche der LKWs sind bis hier oben zu hören.

 

 

Hier verläuft eine Nebenroute des Jakobsweges nach Santiago de Compostela 

 

Je länger wir schieben - an Fahren ist auf der schlechten Wegstrecke nicht zu denken - und es auch ein wenig anfängt zu nieseln, haben Vater und ich fast schon den Eindruck, als hätten wir den völlig falschen Weg eingeschlagen. Schließlich führt nach einer Ewigkeit der Weg unvermittelt durch hohes Gras wieder bergab an die Straße, wo uns nicht anderes übrigbleibt, als unseren Weg dort fortzusetzen. Immerhin haben wir den Tunnel auf diese Weise vermeiden können und uns mehrere Kilometer auf der lebensgefährlichen Straße gespart. Da es uns aber an der kurvigen Straße, die hier nicht einmal einen Randstreifen besitzt, immer noch zum Fahren zu riskant erscheint, schieben wir auf der linken Seite unsere Räder erst einmal weiter, bis wir wieder einen schmalen Randstreifen zur Verfügung haben. Alsbald sehen wir die Ursache für das Verkehrschaos auf der N-611: Die parallel zur Nationalstraße verlaufende neue Autobahn ist noch im Bau, so dass bis dahin der gesamte Schwerlastverkehr noch über die alte Straße rollt. So gesehen kommt unsere Reise über diese Strecke ein bis zwei Jahre zu früh. Nach etlichen weiteren Anstiegen erreichen wir schließlich zum Einbruch der Dunkelheit Reinosa (850 m) in der Nähe der Quellen des Ebro, wo wir im ersten Hotel am Stadtrand gut unterkommen (58 €). Diese Etappe hat uns gleich am ersten Tag einiges abverlangt! Es ging praktisch den ganzen Tag bergauf, das Wetter war teilwweise recht kühl und feucht und zudem mussten wir noch mehrere Kilometer schieben. So verwöhnen wir uns mit einem guten Abendessen bei einer WM-Übertragung und hoffen, dass die morgige Etappe besser verläuft und die Strecke radfahrerfreundlicher wird.

 

27.6.2007: Reinosa - Melgar de Fernamental (89 km) (v-max 64,5 km/h, AVG 17,6 km/h, Fahrtzeit 5:03 h)
Heute Morgen stellen wir bei der Ausfahrt aus Reinosa fest, dass ab hier die Autobahn bereits vom KFZ-Verkehr befahren werden kann, so dass die Verkehrsdichte auf der N 611 schlagartig fast gegen Null sinkt... Zunächst haben wir aber noch einige leichte Anstiege zum heute höchsten Punkt dieser Etappe, dem Puerto de Pozazal (989 m), zu bewältigen. Man befindet sich nun auf einer Páramo-artigen Hochebene, auf der keine Bäume mehr wachsen.

 

 

Am Puerto de Pozazal (989 m)

 

Nach einer kleinen Abfahrt wird die Landschaft zunehemend flacher - man merkt, dass wir aus der Kantabrischen Kordillere herausfahren und sich das Gelände leicht in die kastilische Hochebene absenkt. Diese ist bei Aguilar de Campoó, einem alten Städtchen, das schon zu Kastilien-León gehört, erreicht, wo wir zunächst einmal etwas Verpflegung kaufen und eine Pause an einem der mittelalterlichen Stadttore machen.

 

 

Auf dem Weg Richtung Palencia

 

Hatten die Temperaturen bei unserem morgendlichen Start noch bei ca. 11 Grad gelegen, so wird das Wetter zunehmend freundlicher und die Temperaturen klettern auf ungefähr 25 Grad, also ideal zum Radfahren. Da wir Richtung Süden fahren, nähern wir uns über wunderbar einsame Landsträßchen dem historischen Jakobsweg entlang des Pisuerga - Kanals, der weitgehend parallel zum gleichnamigen Fluss verläuft. Schließlich ist in dem kleinen Ort Melgar de Fernamental unser heutiges Etappenziel erreicht. Im Hostal Concha an der Hauptstraße bekommen wir für 40 € ein einfaches Zimmer. Leider war Walter auch schon wie gestern wieder mit der Gangschaltung an seinem neuen Framework-Rad gehandicapt...mehrfach sprang ihm beim Schalten die Kette ab. Hoffentlich stellt sich dies im weiteren Verlauf nicht als echtes Problem heraus.

 

 

In Kastilien sind die Nebenstraßen ideal zum Radfahren

 

28.6.2006: Melgar de Fernamental - Palencia (64 km) (v-max 52,5 km/h, AVG 17,3 km/h, Fahrtzeit 3:42 h)
Heute brechen wir nach einem kurzen Frühstück in der Bar schon um 9 Uhr auf. Wir kommen gut voran, da wir meist Rückenwind haben, zudem ist die Landschaft flach und die kleinen Straßen und Wegen sind kaum befahren. So kommen wir rasch nach Frómista, wo uns eine Reihe von Jakobspilgern zu Fuß begegnet. Im Hotel gegenüber der Kirche San Martín reserviere ich per Internet ein Hotelzimmer in Valladolid, unserem übernächsten Etappenziel, denn ich habe keine Lust, in einer solch großen Stadt nach der Ankunft erst noch nach einer Unterkunft suchen zu müssen. So ergattere ich - wohl auch WM-bedingt, ein Doppelzimmer für 54 € in einem Vier-Sterne-Hotel. Nachdem sich Walter in einer Apotheke noch mit starker Sonnencreme versorgt hat, geht es weiter auf unserem Weg durch die immer heißer werdende Meseta.

 

 

Anstieg kurz hinter Frómista bei Támara

 

Am Wegesrand kann man auf den üppig wachsenden Blumen Massen von Schmetterlingen sehen. Bei genauerem Hingucken fallen mir weitere seltene Tierarten auf: Hin und wieder lugt eine Smaragdeidechse aus ihrem Versteck hervor und ich sehe einmal mehr einen Wiedehopf den Weg kreuzen. Die einsame Nebenstraße windet sich eine Anhöhe hoch und passiert die Orte Támara und Valdespina, der in einem Talkessel liegt und wo wir angesichts der brütenden Mittagshitze neben der uralten romanischen Dorfkirche eine Pause im Schatten alter Pappeln machen und uns mit frischem Quellwasser aus einem Brunnen versorgen. Ausgeruht setzen wir die Etappe Richtung Palencia fort. Immer noch begegnet uns in dieser dünn besiedelten Gegend kaum einmal ein Auto. In Palencia entscheiden wir uns für das nächstbeste Hostal (Ávila, 43 €) im Zentrum und freuen uns daran, dass es in spanischen Hotelzimmern auch außerhalb der Luxusklasse so praktische Dinge wie eine Klimaanlage gibt. Am Spätnachmittag besuchen wir nach der obligatorischen Siesta noch die schöne Kathedrale und gönnen uns ein kühles Bier an der belebten Plaza.

 

 

Pause im kleinen Dorf Valdespina

 

 

 

Vor unserem Hotel in Palencia

29.6.2006: Palencia - Valladolid (72 km) (v-max 52,1 km/h, AVG 16,2 km/h, Fahrtzeit 4:29 h, h-max 794 m)
Um 9:15 Uhr brechen wir heute recht zeitig wieder auf, da wir wieder mit einem heißen Tag rechnen - seitdem wir uns auf der Kastilischen Hochebene befinden, sind die Temperaturen hochsommerlich und gerade in der Mittagshitze zu fahren, wollen wir tunlichst vermeiden und einen Großteil der Etappe schon vorher geschafft haben. 

 

Kathedrale von Palencia "La bella desconocida" (die schöne Unbekannte")

Schon kurz nach Verlassen der Stadt wartet eine heftige und langgezogene Steigung auf uns, bis wir uns wieder auf einer Hochebene befinden und das Fahren angenehmer wird. Durch kleine Ortschaften geht es Richtung Süden - versehentlich fahren wir über Ampudia (sehenswerte Burg), machen dadurch aber einen kleinen Umweg über die B-901, doch so begegnet uns wenigstens kaum einmal ein Auto. Hinter dem kleinen Ort Valoria fahren wir über eine menschenleere Hochebene auf Cigales zu, wo das Terrain wieder hügeliger wird und wir in ständigem Auf und Ab auf Valladolid zufahren.   

Landschaft hinter Palencia

Das Hotel Parque am Rande der Altstadt hatte ich ja bereits in Frómista reserviert und dies erweist sich angesichts der brütenden Hitze, die in der Stadt herrscht, als richtige Entscheidung. So lassen wir uns für kleines Geld von Vier-Sterne-Komfort verwöhnen. Am Nachmittag besuchen wir die hübsche Innenstadt dieser alten Königs- und Universitätsstadt. Gerade die Plaza ist ganz auf die Feierlichkeiten anlässlich des 500. Todetages von Kolumbus eingestellt, der in Valladolid gestorben ist. So findet dort unter aanderem ein Wettbewerb statt, bei dem Künstler aus aller Welt Skulpturen aus Sand errichten, die in irgendeiner Form mit dem Gedenktag zu tun haben. Fasziniert schlendern wir über den Platz und schauen zu, wie sie mit nichts weiterem als Sand, Wasser und einfachem Werkzeug ihre vergänglichen Kunstwerke errichten.

 

 

Rathaus von Valladolid

 

30.6.2006: Ruhetag in Valladolid

Heute ist der erste Ruhetag auf unserer Tour angesagt, und das ist auch gut so - die Hitze ist mittlerweile wirklich fast unerträglich, zudem lohnt es sich, die größte Stadt bis zur Ankunft nach Porto etwas näher in Augenschein zu nehmen. Ein weiterer Grund ist das heute anstehende Viertelfinalspiel zwischen Deutschland und Argentinien, das wir uns natürlich nicht entgehen lassen wollen. Zunächst aber besichtigen wir am Morgen die Altstadt, die mit einer Reihe schöner alter Gebäude aufwarten kann. Nach der ausgiebigen Mittagspause schauen wir das Fußballspiel im klimatisierten Hotel - hoffentlich geht das Halbfinale gegen Italien nicht so an die Nerven...

 

1.7.2006: Valladolid - Toro (70 km) (v-max 41,4 km/h, AVG 16,1 km/h, Fahrtzeit 4:23 h)

Heute geht es also weiter Richtung portugiesische Grenze. Es erweist sich als schwierig, beim Herausfahren aus Valladolid die gewünschte Nebenstrecke zu finden, man wird quasi automatisch auf die Autobahn geführt, die wir über Simancas (Sitz des ehemaligen Staatsarchivs) bis Tordesillas dann auch benutzen. Dort geht es besonders gut voran, da das Gelände keine größeren Steigungen besitzt und uns die LKWs immer wieder mit ihrem Luftsog "mitziehen". Lediglich an den Ausfahrten muss man ein wenig aufpassen, wenn Fahrzeuge abfahren wollen und dann die eigene Fahrtroute kreuzen. Ansonsten ist das Fahren hier dank des breiten Randstreifens sicherer als noch auf der ersten Etappe auf der N-611. Im geschichtsträchtigen Tordesillas, wo Kaiser Karl V. seine wahnsinnig gewordene Mutter (Juana "la Loca" = die Verrückte) bis zu ihrem Tod gefangenhielt und wo Spanien und Portugal in einem Vertrag die Neue Welt unter sich aufteilten, verlassen wir die Autobahn, um parallel zu dieser auf der alten N-122  und ohne Belästigung durch Autoverkehr auf  Toro zuzufahren, wo wir mit 690 m den höchsten Punkt der heutigen Etappe erreichen. Dort kommen wir im Hostal Julian für 50 € unter. Kurios ist, dass unser Vier-Sterne-Hotel in Valladolid ungefähr genauso teuer war, aber zu zweit fällt dies auch weniger ins Gewicht. Am Abend gehen wir noch gut essen (Pulpo und Sepia), um morgen für die beabsichtige Hineinfahrt nach Portugal gut gerüstet zu sein.

Zwischen Simancas und Toro auf der N-122, die Autobahn nach Zamora immer in Sichtweite 

Unendliche Weiten auf dem Weg Richtung Toro: Der Straßenverkehr läuft inzwischen über die neue Autobahn

 

2.7.2006: Toro - Bermillo (77 km) (AVG 15,6 km/h, Fahrtzeit 4:55 h, h-max 780 m)

Heute Morgen sind wir versehentlich erst um 9:15 Uhr aufgestanden, so dass sich unsere Abfahrt etwas verzögert. In Toro fahren wir zunächst ins Duero-Becken hinab, das wir zum ersten Ma auf unserer Fahrt richtig in Augenschein nehmen können. Ab dort wartet auf uns ein ständiges Auf und Ab mit zum Teil heftigem Gegenwind, wodurch das Fahren sehr anstrengend und kraftraubend wird. In Flussnähe halten sich an sandigen Steilwänden Bienenfresser auf, die dort offenbar ihre Brutröhren hineinbauen. Es ist ein faszinierender Anblick, diese exotisch wirkenden, herrlich bunten Vögel in Natura beobachten zu können. Mehrmals halten wir an Tankstellen oder Bars und bringen unseren Flüssigkeitshaushalt in Ordung. Als wir kurz vor Zamora an einer Tankstelle halten und von unserer Fahrt erzählen, bekommen wir sogar zwei Flaschen Mineralwasser geschenkt. Zamora selbst wird von uns nicht besichtigt, da wir die an sich recht schöne Stadt von früheren Reisen her kennen und heute noch weiter Richtung Westen kommen wollen. In dem kleinen Ort Bermillo übernachten wir in der Bar Amadeus und bekommen ein Zimmer mit Frühstück für 20 €. Abends essen wir auch dort und ich plaudere ein wenig mit den sehr freundlichen Besitzern, die uns nach Kräften über die bestmögliche Route Richtung Portugal Informationen zur Verfügung stellen. Ansonsten machen wir nach dem Abendessen aber nichts Besonderes mehr, da der Ort für Besichtigungen nichts bietet. Zudem ist morgen die Überquerung der Grenze bei Fermoselle geplant und ein Blick auf die Karte lässt erahnen, dass nicht gerade flaches Gelände auf uns wartet..

 

3.7.2006: Bermillo - Mogadouro (71 km) (v-max 64,5 km/h, AVG 15,8 km/h, Fahrtzeit 4:30 h, h-max 768 m)

Nach der Abfahrt aus Bermillo geht die Fahrt durch leicht hügelige Landschaft und lichte Steineichenhaine bis Fermoselle, der letzten Stadt auf spanischer Seite oberhalb des hier tief eingeschnittenen Tales des Duero. Hinter Fermoselle rasante Abfahrt zum Duero-Staudamm, der gleichzeitig auch Grenze zwischen Spanien und Portugal ist. Nach Überquerung der Staumauer erwartet uns wieder ein heftigter, ca. 5 km langer Anstieg nach Bemposta, wo wir eine Mittagspause einlegen. Ungefähr 3 km hinter Bemposta dann die erste Panne auf dieser Reise: Mein Vorderreifen ist platt, doch da eine Bar in der Nähe ist, kann die Panne von mir relativ schnell behoben werden und wir stärken uns vor der Weiterfahrt mit einem kühlen Bier. Man merkt, dass wir bei den Gästen der Bar die Attraktion des Tages sind: zwei verrückte Deutsche, die mit dem Fahhrad durch dieses hügelige Gelände und bei dieser Hitze Richtung Portugal unterwegs sind...

 

 

Fermoselle, letzter Ort auf spanischer Seite vor Passieren der Grenze nach Portugal

 

Bis Mogadouro setzt sich das ständige Auf und Ab durch die Sierra do Mogadouro fort. Dort angekommen, übernachten wir im gepflegten Hotel Trinidad (48 €) im Stadtzentrum. Mogadouro ist ein nettes Städtchen mit Castelho (= Burg), aber abends gestaltet sich die Suche nach einem Restaurant (Bacalao mit zwei Flachen Wein, einer Flasche Wasser und Nachtisch für 24 €) als schwierig. Offenbar kommen hier nicht so häufig Touristen vorbei - ich habe zuminest den Eindruck, dass wir an diesem Abend die einzigen Ausländer hier sind. Morgen ist die Weiterfahrt Richtung Westen nach Macedo geplant - über den Daumen gepeilt, schätze ich, dass noch ca. 200 km bis Porto zu fahren sind.Bis jetzt haben wir laut meinem Tacho effektiv 525 km zurückgelegt.

Hinter Fermoselle steigt das Gelände noch einmal kurz an...

...bevor man nach rasanter Abfahrt zum Fluss auf dem Staudamm die Grenze passiert. 

4.7.2006: Mogadouro - Torre de Moncorvo (59 km) (AVG 16,9 km/h, Fahrtzeit 3:30 h, h-max 727 m)                                                                                                                                                                               

Direkt hinter Mogadouro geht es zunächst einen steilen Anstieg nach Zava hoch, anschließend erfolgt eine rasante Abfahrt nach Casthelo Branco, um danach gleich wieder mit einem mehrere Kilometer langen Anstieg aufzuwarten. Dieses ständige Auf und Ab ist recht zermürbend und trägt den Charakter einer Bergetappe.

Landschaft hinter Mogadouro

Leider kann man sich über die Abfahrten nicht richtig freuen, da man damit rechnen muss, gleich darauf wieder kilometerlang bergauf zu fahren... Zudem ist es nicht möglich, auf diesem Streckenabschnitt zum Fluss herunterzufahren und sich in dessen Nähe zu halten, um Höhenmeter zu sparen - es gibt einfach keine Straßen, die dort entlanglaufen würden.Ungefähr 8 km vor Torre de Moncorvo (341 m) kommt es schließlich zur Abfahrt ins Duero-Tal. Wir übernachten in einem Residencial im Zentrum für 22 €. Abends sehen wir in einer Bar das Spiel Deutschland gegen Italien und sind erstaunt, dass wir fast die einzigen Sind, die sich das Spiel dort anschauen - die Portugiesen ziehen es vor, draußen vor der Bar zu sitzen und zu plaudern. In Deutschland wäre dies bei einem so wichtigen Spiel auch ohne deutsche Beteiligung undenkbar... Offenbar zählt für die Portugiesen nur die eigene Nationalmannschaft. Da wir nach dem Spiel noch zu Abend essen wollen und auf die Schnelle aber kein Restaurant in diesem ganz und gar untouristschen Städtchen finden, frage ich vorbeikommende Passanten, die sehr hilfsbereit sind und mit deren Ortskenntnissen wir noch noch ein Restaurant finden, dessen Koch auf Zuspruch unseres portugiesischen Führers extra für uns noch einmal die Küche anwirft: 5 Beefsteaks, Salat, Pommes, Reis, Wein, Brot, Oliven und Nachtisch für zwei Personen machen insgesamt 31 € - da kann man wirklich nicht meckern und wir revanchieren uns mit einem ordentlichen Trinkgeld für das Entgegenkommen und das gute Essen. Was die morgige Etappe anbelangt, bin ich gespannt, ob wir morgen einen direkten Weg am Duero entlang Richtung Porto finden, denn ich hege die Hoffnung, dass die auf meiner Karte erkennbaren Straßen tatsächlich unten am Fluss verlaufen und wir endlich einmal wieder etwas flachere Wegstücke fahren können.

 

Radelparadies...

5.7.2006: Torre de Moncorvo - San Juan de Peixeira (63 km) (v-max 63,5 km/h, AVG 13,6 km/h, Fahrtzeit 4:40 h, Höhe Peixera 520 m, h-max 660 m)

Heute Morgen beginnt die Etappe zunächst mit einer ca. 5 km langen Abfahrt zum Duero, danach scheinen sich meine Erwartungen zu erfüllen und geht es einige Kilometer am Fluss entlang bis Porcinho, wo eine Flussüberquerung ansteht.

 

 

Am Douro hinter Torre de Moncorvo

 

Leider ist es mit der Fahrt am Fluss ab hier aber schon wieder vorbei, denn die Straße führt dannach wieder vom Douro weg und es erwatet uns ein langer und kräftezehrender Anstieg über viele Serpentinen nach Foz Coa. Wer gedacht hatte, dass hier der höchste Punkt unserer heutigen Etappe errreicht ist, der hat sich geirrt - und zu denjenigen gehöre ich leider auch, denn nach Durchquerung von Foz Coa kommt es anschließend zur Fortsetzung der extrem anstrengenden Bergetappe nach San Joan de Peixera.

 

 

Anstieg nach San Joan de Peixeira

 

Kilometerlange Serpentinen sind von uns zu bewältigen, es geht ständig bergauf, mein Vater schiebt die meiste Zeit, während ich in kleinen Gängen die Steigungen hochfahre und hin und wieder warte, dass er aufschließt, bevor wir eine Pause machen. Kurz vor Peixeira verläuft die Straße noch einmal kurz bergab, bleibt aber dann vorwiegend auf einer Höhe. Kurz vor Erreichen des heutigen Etappenziels bieten sich uns schöne Ausblicke ins Duero-Tal und ich mache nach längerer Zeit einmal wieder Halt zum Fotografieren. Was die Übernachtung anbelangt, haben wir viel Glück, denn wir bekommen ein Zimmer im einzigen Residencial am Ort (30 €). Im Vergleich zu Spanien ist die Unterkunftsdichte in Portugal offenbar nur sehr lückenhaft und man muss damit rechnen, dass man in kleineren Orten diesbezüglich nichts findet. So sind wir froh, dass wir heute nicht mehr weiterfahren müssen, zumal es auch schon recht spät ist und die Sonne tief m Horizont steht. Abends nehmen wir einen kleinen Snack in einer Bar ein, wo alles auf Fußball eingestellt ist und wir die aktuelle WM-Berichterstattung verfolgen, soweit uns das in portugiesischer Sprache möglich ist. Ob morgen eine einfachere Strecke zum Duero-Tal hinab auf uns wartet? Ich bereue es, dass ich keine detailliertere Karte bei mir habe, die bessere Auskunft über das zu erwartende Höhenprofil gibt - auf meiner Karte sieht es auch bei den hoch über dem Douro verlaufenden Straßen so aus, als würden diese relativ dicht und damit flach am Ufer verlaufen, doch nach den bisherigen Erfahrungen ist dies hier in Portugal offenbar nicht der Fall - was sollte man auch beim Straßenbau Rücksicht auf zwei Radfahrer aus Deutschland nehmen, die sich in den Kopf gesetzt haben, nach Porto zu fahren?

 

 

Landschaft zwischen Torre de Moncorvo und San Joan de Peixeira

 

6.7.2006: San Joan de Peixeira - Caldas de Aregos (73 km) (v-max 54,1 km/h, AVG 16,7 km/h, Fahrtzeit 4:24 h, h-max 580 m, Caldas de Aregos auf 115 m Höhe)

Hinter San Joan de Peixeira beginnt noch kurzer Anstieg, aber dann belohnt uns für die gestrige Plackerei eine ca. 15 km rasante Abfahrt bis Pinhao am  Rio Douro. Unterwegs kann ich immer wieder Blicke auf die herrliche Landschaft werfen, da ein vor mir fahrender Kleinlaster ein Überholen auf der kurvigen Strecke nicht erlaubt und ich Abstand zu den Abgasen halten will, die er in Unmengen herausbläst. Unten in Pinhao angekommen, geht es dort zunächst 42 km weiter auf einer wunderbar flachen Straße am Fluss entlang bis Regua. Die dortige mächtige Brücke erinnert meinen Vater an seine letztjährige Fahrt von Faro nach Santiago de Compostela, als er hier in Nord-Süd-Richtung hier vorbeikam. Leider treffen wir aber nun die falsche Entscheidung und bleiben am Südufer, geblieben und Richtung Resinde gefahren. Straße geht wider Erwarten wieder in die Berge hoch über den Douro, während am anderen Ufer die Straße zunächst flach am Fluss entlanggeht. Als wir realisieren, dass wir die anstrengende Variante genommen haben, ist es aber schon zu spät, sodass wir auf der Südseite weiterfahren. Jedes Seitental und kleine Dorf hoch oben über dem Fluss wird von uns "mitgenommen", daher kommen sehr viele Extrakilometer zusammen. Glücklicherweise gibt es unterwegs in den Orten sehr viele Bars und Cafes, die Versorgung mit Essen und Trinken ist also kein Problem. In Resinde finden wir leider keine Unterkunft, obwohl der Ort gar nicht so klein ist, also fahren wir bis km 73 weiter, wo wir in den kleinen Ort Caldas de Aregos kommen. Dort beziehen wir eine Unterkunft in einem einfachem Residencial (30 € inkl. Frühstück). Abends essen wir auch dort, da wir Restaurantsuche in dem kleinen Ort für vergeblich halten.

Peso da Regua mit Brücke über den Douro

7.7.2006: Caldas de Aregos - Torre (51 km) (AVG 13,9 km//h, Fahrtzeit 3:43 h, v-max 59,7 km/h, Höhe Torre 109 m, h-max 283 m)

Heute Morgen machen wir zunächst eine kleine Abfahrt bis auf Flusshöhe, um dann wieder quälend lange Anstiege, die in jedes Seitental führen, bewältigen zu müssen. Zwischendurch machen wir eine Mittagspause in einer Bar und stärken uns mit belegten Brötchen, Bier, Cola und Eis. Kurz vor Entre os Rios legen wir nochmals eine längere Pause ein, da Walter die Anstrengung bei der Hitze etwas zu schaffen macht. Nach ausgiebiger Erholung genießen wir die Abfahrt nach Entre os Rios, was eigentlich gar kein richtiger Ort ist, sondern nur Mündungspunkt des Rio Tamiga in den Rio Douro. Leider hatte ich das auf der Karte so nicht richtig realisiert. Daher bleibt uns nichts anderes übrig, als nochmals wieder 3 km den Berg Richtung Peñafiel hinaufzufahren, wo wir in Torre eine Pension finden (35 €). Nach kurzer Pause in dem nostaligisch angestaubt wirkenden Haus nutzt Walter die Gelegenheit zum Friseurbesuch nebenan. Bis jetzt sind wir 771 km gefahren und wollen morgen die letzte Etappe bis zum Ziel nach Porto fahren.

 

Hoch über den Ufern des Douro fährt man durch kleine Dörfer Richtung Westen 

 

8.7.2006: Torre - Porto (51 km) (v-max 46,1 km/h, AVG 14,7 km/h, Fahrtzeit 3:32 h, Porto auf 37 m Höhe, h-max 108 m)

Heute Morgen nach einem spärlichem Frühstück rollen wir zunächst die Abfahrt aus Torre hinunter nach Entre os Rios, die wir gestern bereits in umgekehrter Richtung zurückgelegt hatten. Danach folgt ein ständiges Auf und Ab Richtung Porto, obwohl der Fluss immer in Sichtweite bleibt. Wäre es nicht einfacher gewesen, die Straße flacher am Ufer zu bauen? Nun, was soll ich mich so kurz vor dem Ziel mit solchen absurden Fragen beschäftigen, die man sich ohnehin nur als Radfahrer stellt... Erst ca. 15 km vor Porto folgen keine größeren Steigungen mehr und wir rollen gemächlich auf die Stadt zu. Die Hineinfahrt in die Stadt soll laut Plan über die N-108 der beste Weg zum Hotel sein, das ich vor der Reise über hrs reserviert hatte. Versehentlich erwischen wir jedoch falsche die falsche Abfahrt Richtung Bahnhof und kommen durch ein sehr ungepflegtes und wenig einladend wirkendes Viertel. Ich bin froh, dass wir schließlich ohne Zwischenfälle wieder in freundlicher aussehende Stadtteile kommen und mit größeren Schwierigkeiten schließlich zum Hotel Ipanema (Vier Sterne, Doppelzimmer inklusive Frühstück für lächerliche 50 €) an der Rua Alegre finden. Vorher haben wir aber auch hier noch eine kräftige Steigung zu überwinden, da Porto auf den Hügeln über dem Douro liegt. Beim ersten Stadtbummel in der Innenstadt stellen wir fest, dass viele Häuser trotz der zentralen Lage leerstehen oder von ärmeren Leuten bewohnt werden... Das wäre in einer deutschen Metropole undenkbar! Allgemein drängt sich mit der Eindruck auf, dass die Altstadt allgemein in erschreckend schlechtem Zustand ist, denn viele an sich sehr schöne alte Häuser müssten  dringend saniert werden. Immerhin ist die Altstadt doch UNESCO-Kulturdenkmal... Auffällig sind die vielen Touristen im Stadtbild, vor allem Jugendliche und jüngere Leute. Diese waren auf der gesamten bisherigen Reise eher eine Ausnahmeerscheinung - Radreisende haben wir jedenfalls so gut wie keine getroffen, d.h. zwei kurz hinter Aguilar de Campoo mit Fahrtrichtung Santander, dann zwei deutsche Jakobuspilger mit dem Fahrrad in Melgar de Fernamental und einen Andalusier kurz hinter Regua sowie ein junges Paar kurz vor Resinde in Fahrtrichtung Regua. Ob es am schwierigen Streckenprofil liegt?

 

 

9.7.2006: Aufenthalt in Porto

Es bleibt uns nach der Ankunft in Porto und nach 840 zurückgelegten Kilometern nun etwas Zeit zur Erholung und für die Besichtigung unseres Reiseziels. Morgens machen wir einen Stadtbummel ab der Praza de Ribeira unten am Fluss und überqueren zu Fuß die alte Eisenbrücke Richtung Vila Nova do Gaia, wo viele Portwein-Bodegas ansässig sind. Am Ufer trinken wir einen Kaffee und genießen das herrliche Panoramabild der Altstadt am Nordufer. Anschließend gehen wir wieder auf die andere Seite und kaufen Tickets für eine sogenannte 6-Brücken-Tour mit einer der typischen Portwein-Kähne auf dem Douro (50 min). Nach der obligatorischen Siesta geht es nochmals zu Fuß in die Stadt zurück und während wir mehr und mehr entdecken, dass es in Porto auch schöne, sanierte Alstadtviertel gibt, verpassen wir beinahe das Fußball-Endspiel, das schon um 19 Uhr Ortszeit beginnt statt um 20 Uhr. So bleibt uns keine Zeit mehr, zum Hotel zurückzukehren und wir schauen die erste  Halbzeit auf einer Großbildleinwand auf der Praza da Libertade, wo sich Hunderte von meist jungen Leuten versammelt haben - ich habe den Eindruck, dass Porto ein beliebtes Ziel für südeuropäische Oberstufenschüler zu sein scheint... In der Pause fahren wir dann schnell mit dem Taxi zum Hotel am Rande der Innenstadt und stellen fest, dass sowohl gegen Frankreich als auch gegen Italien die deutsche Mannschaft heute sicherlich gut Siegchancen gehabt hätte... gefahren. Nach dem Spiel gehen wir im Restaurant Casa Negra schräg gegenüber für ca. 20 € gut essen (Fischgericht Ribelinho grelhado).

 

 

Altstadt von Porto im Morgenlicht, Sicht vom Douro aus

 

10.7.2006: Aufenthalt in Porto

Morgens fahren wir wieder für kleines Geld (3-4 €) mit dem Taxi in die Altstadt, um dort in einen Sightseeing-Bus zuzusteigen, der uns auf eine zweistündige Stadtrundfahrt (10 €) mitnimmt. Unterwegs machen wir Halt an der Bodega Ferreira und nehmen an einer Besichtigung und Portweinprobe teil - dabei ist alles gratis, da dies bereits im Ticket für die Stadtrundfahrt enthalten ist. Als Mitbringsel kaufe ich anschließend eine Flasche Portwein für 13 €. Nachmittags gehen wir in der Bar neben dem Hotel gut essen und werden in landestypischer Manier direkt am Tresen bedient, indem uns der Baarkeeper die frisch zubereiteten Speisen direkt auf den Teller legt. Nach der Siesta nutzen wir die Zeit, um nochmals in die Stadt zu fahren: gegen 18 Uhr herrscht dort ein Höllenbetrieb. Wir machen noch einige Besorgungen in der Fußgängerzone, die an der Praza da Batalha beginnt und kaufen ein paar Postkarten, die noch vor unserem morgigen Rückflug geschrieben und abgeworfen werden (Porto 60 Cent pro Karte). Anschließend geht es mit dem Taxi wieder den Berg hoch ins Hotel und wir packen die ersten Sachen schon einmal zusammen, da wir morgen sehr früh aufstehen müssen, da unser lugzeug zurück nach Hahn zeitig abfliegt. Ein Großraumtaxi für die Fahrt zum Flughafen (50 €) ist für morgen bereits vom Hotel bestellt worden - die Alternative wäre gewesen, am frühen Morgen auf eigene Faust mit dem Fahrrad zum Flughafen zu fahren. Als wir am nächsten Morgen während der Taxifahrt zum Flughafen feststellen, wie weit es vom Hotel bis dort tatsächlich noch ist und dass die Strecke weitgehend über mehrere Stadtautobahnen führt, sind wir froh, dass wir die Investition für die Taxifahrt getätigt haben. So kehren wir am nächsten Tag von einer schönen Radreise auf der Iberischen Halbinsel zurück...

 

Porto

Fazit: Insgesamt eine sehr schöne Radreise, auf der man von der Kantabrischen Küstenkordillere über die Meseta Altkastiliens bis zur Fahrt hoch über den Ufern des Douro in Portugal durch sehr interessante und vielfältige Landschaften kommt. Auch wenn die Durchschnittsgeschwindigkeiten bedeutend niedriger lagen als auf meinen sonstigen Radreisen, so stellte sich das Fahren mit meinem Vater überhaupt nicht als Problem heraus - schließlich wollten wir diese gemeinsame Reise genießen und dazu gehörte auch Rücksichtnahme auf das unterschiedliche Leistungsniveau. An den langezogenen Steigungen stieg mein Vater in der Regel ab, wogegen ich langsam bis auf den Scheitelpunkt hochfuhr, um dort in Ruhe auf ihn zu warten und um gemeinsam mit ihm eine Verschnaufpause zu machen. Dank der vielfältigen Erfahrungen und der besonderen Atmosphäre einer derartigen Reise während der laufenden Fußballweltmeisterschaft im eigenen Land eine Reise, die ich denjenigen, die eine landschaftlich vielfältige und vom Profil anspruchsvolle Strecke fahren wollen, bis auf die verkehrstechnisch problematische erste Etappe (siehe Bericht) nur empfehlen kann.


Kostenlose Homepage
USA Routen
Stromverbrauch berechnen